Die grüne Lunge Gottesberg schützen

“Wird wollen nicht das grüne Lunge Gottesberg verbaut wird!” das ist das gemeinsame Credo der neuformierten Bürgerinitiative Gottesberg, zu deren Co-Sprecher Bürgerplattform-Sprecher Christopher Richter, LL.M.Eur im Rahmen der Versammlung im Vereinsheim des SC 1900 bestimmt wurde.

Zuvor hatte Initiativengründer Dr. Wolfgang Rebstöck vor der Klimakatastrophe gewarnt und den Gottesberg als wichtige Kühl- und Verdunstfläche für die Stadt ausgemacht. Selbst der Kunstrasen habe auch Wasser aufgesaugt, sei also besser gewesen als eine reine Versiegelung der 8700 m² – die zum Teil sogar im Hochwasserbereich liegen würden – die jetzt drohe. Die BI fordert das Areal von Bebauung freizulassen und wieder zu entsiegeln.

Es wurden einige politische und mediale Aktionen beschlossen über die u.a. hier berichtet werden wird.

Das nächste Treffen ist für Mittwoch, den 19.10, 18:00 Uhr wieder im Vereinsheim des SC 1900 geplant.

Gemeinsam gegen die Landesgartenschau

Auch wenn sich einige Befürworter unter die Redenden gemischt hatten, waren die meisten Stimmen bei der Diskussionsveranstaltung in der Stadthalle zu der die Freien Wähler und die FDP geladen hatten kritisch. Freie Wähler-Chef Stefan Labus braucht es mit seinem Appell auf den Punkt: ”Ich möchte das wir aus der Landesgartenschau aussteigen, um wieder die Planungshoheit zurückzugewinnen!”

FW-Stadtrat Adi Schön stellte recht objektiv die bisherige Entwicklung und den aktuellen Stand des Projekts LGS 2026 dar. Im Anschluss betonte der Kreissprecher des Bund Naturschutz, dass seine Vereinigung die LGS nach derzeitigem Erkenntnisstand ablehnte und verwahr sich gegen Vorwürfe, die ihm von Bürgermeisterin Ayfer Rethschulte gemacht wurden.
Danach hatte Linken-Stadträtin Andrea Greber das Wort, die die finanziellen Risiken der Schau beklagt.

Für die SPD betonte Michael Umhöfer, dass ein Park-ähnliches Projekt, wie die Erweiterung der Carus-Allee um Ruheflächen, ohne Landesgartenschau günstiger zu schaffen sei. In einem Redebeitrag hatte der Vorsitzende der Freunde der Landesgartenschau Florian Dittert später den schrägen Vergleich gezogen zwischen den bei Schweinfurt beliebten Wildpark und dem Projekt der Landesgartenschau – dass er da Äpfel mit Birnen vergleicht, muss dem Marketingexperten eigentlich selber einleuchten: Ein Megaevent, wie eine viele Millionen Euro teuere LGS und ein über Jahrzehnte vorsichtig entwickelter Wildpark sind völlig unterschiedliche Dinge.

Bürgerplattform-Sprecher Christopher Richter hatte in einem Statement das Konstrukt der Landesgartenschau GmbH als “Lobbyinstrument der im Aufsichtsrat vertretenen Garten- und Landschaftsbauverbände” gegeißelt, wobei die Kommune alle Verluste allein zu tragen, aber nicht das alleinige Sagen habe. Nach der Abberufung des Schweinfurter Vertreters aus der Geschäftsführung könne der Geschäftsführer aus München bis zu einem Betrag bis 50.000 Euro frei schalten und walten. Richter erinnerte als Entgegnung zur Erklärung von IHK-Vertreter Simon Suffa, dass die Landesgartenschauen in Bad Schwalbach, Lahr und Rottweil für die dortigen Kommunen wirtschaftlich ein Desaster gewesen seien.

Stadträtin Ulrike Schneider lobte einmal mehr ihre Idee eines Stadtwaldes an der Stelle, der aber auch mehrheitlich in einem Bürgerbegehren abgelehnt wurde. Sie warnte vor einer Bebauung an dieser Stelle. Grünen-Fraktionschef Reginhart von Hirschhausen zeigte sich davon überzeugt, dass die Fläche versiegelt bliebe ohne Landesgartenschau.

Der engagierte Bürger Lindner empfahl den Befürwortern dringend die Gegner der Schau einzubinden. Diese Chance hatten die LGS-Fans aus politischen Gründen verstreichen lassen – möglicherweise in der Hoffnung der Widerstand werde mit der Zeit von alleine verschwinden. Diese Taktik ist aber gescheitert, wie nicht nur der heutige Abend zeigte.

Die Diskussion zeigt auch, dass bei den Gegnern der Landesgartenschau recht unterschiedliche Vorstellung existieren, was anstelle des Parks kommen soll. Wir bleiben am Ball und informieren Euch über die weitere Entwicklung!

Anwohnerproteste gegen Gottesberg-Bebauung

Heute haben sich gut zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger auf Einladung von Dr. Wolfgang Rebstöck nahe dem Gottesberg am Klingenbrunn getroffen, um eine Bürgerinitiative gegen dessen Bebauung zu bilden. Wir als Bürgerplattform haben die Zusammenkunft organisatorisch unterstützt. Gemeinsam eint die Gruppe der Wunsch den wunderschönen Baumbestand in diesem Areal zu bewahren.

Ein weiteres Treffen soll kommenden Mittwoch stattfinden. Genauere Einzelheiten dazu folgen u.a. hier!

Dr. Rebstöck informierte