Fakten zur Landesgartenschau Schweinfurt

Aus unserer Sicht ist sie ein Millionengrab am Schweinfurter Stadtrand auf den alten ehemaligen US – Militärflächen.

Wir als Bürgerinitiative glauben weder der schön gerechneten Ausgabenkalkulation mit fast 24 Millionen noch der zu optimistischen Einnahmenschätzung von sieben Millionen. Die Fläche ist unter zehn ha zu klein, schrumpft weiter und es fehlt ein schlagkräftiges Konzept, um die erhofften 574.000 Besucher überregional anzuziehen. Die Landesgartenschau Schweinfurt, die in einem Ratsbegehren schon abgelehnt wurde, genießt in Schweinfurt keinen guten Ruf. Unzählige Leserbriefe bis zum heutigen Tage zeigen die starke Abneigung der Bevölkerung gegenüber diesem als Geldverbrennung erachteten Großprojekt. 

Bisher ist nicht erkennbar, wie die regionale Wirtschaft, geschweige denn die Schweinfurter Innenstadt von dem Megaevent mit seiner zweifelhaften Umweltbilanz profitieren kann. Die nötige Entsiegelung der dortigen Flächen kann unserer Meinung nach auch ohne Landesgartenschau aus den Töpfen der Städtebauförderung finanziert werden. Die schlechten Erfahrungen anderer Städt mit Landesgartenschauen zeigen, dass deren altbackenes Konzept nur den Lobbyinteressen der in der Landesgartenschau Bayern organisierten Vertretern von Gärtnereibetrieben und -verbänden, Landschaftsarchitekten und Ministerien dient, aber wegen der einseitigen Verlusttragungspflicht den ausrichtenden Kommunen zu viele Risiken abverlangt.

Wir glauben, dass der Event für die weitere Stadtententwicklung eher hinderlich ist. Die bisherige Panzerhalle war als Testhalle für die Robotik angedacht und steht nun erst nach 2026 dafür zur Verfügung. Ein Bürgerpark mit einer Kombination aus Wohnen und Freizeit wäre für Schweinfurt eine Idee an Attraktivität zu gewinnen und andererseits dem Mangel an Wohnraum etwas entgegenzusetzen.

Der Bund der Steuerzahler hat bereits das Projekt gegenüber Oberbürgermeister Remelé hinterfragt und die Mehrzahl der Schweinfurter Stadtratsfraktionen hat sich von dem Projekt abgewandt.

Mit der Abberufung des Schweinfurter Vertreters in der Geschäftsführung der Landesgartenschau 2026 im August diesen Jahres ist das Projekt in noch unruhigeres Fahrwasser geraten.